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Aus meinem Leben

Sie mögen selbst entscheiden ob Ihnen meine Lebenserzählungen wichtig genug sind um sie zu lesen - aber ich bitte Sie um Eins - haben Sie eine hübsche Deutsche Pinscher Hündin?
Geben Sie ihr meine Briefe als Gute Nacht Lektüre. Sie wird es Ihnen danken - genauso wie ich ! Bedenken Sie bitte das die ortho graphischen Fehler meiner Briefe aus der niederbayerischen Provinz meiner Jugend (3 - 12 Monate - ich bitte Sie) zu zuschreiben sind - aber der Inhalt wird Sie das vergessen machen (hoffe ich).

Nun denn - viel Vergnügen bei der Lektüre !!!
Ihr Victor von Niederbayern

  • Aus Cyrills Leben als Victor von Niederbayern

  • An: Helga und Hannes Hertzsch
    Tessa und die Pinschefamily in Neuenmarkt                               

    Von: Cyrill (Victor v.Ndb.)
    Lisa Jauch und Philipp O. Köll
    Unterdietfurt                                                                                                            Unterdietfurt, den 18.09.1998

Hallo Ihr Lieben,

acht Tage später, fast ein Kilo schwerer und ein bißchen gscheiter (was, wer - habe ich das geschrieben?). Nun denn Ihr Zurückgebliebenen (örtlich gemeint) da staunt Ihr wohl wie berfeckd ich mich ausdrücken kann. Also ich sage Euch – hier in diesem Niederbayern – Sachen gibt’s da; ich erzähle Euch mal meinen Tagesablauf – dann wißt Ihr sowieso was ich meine.

Aufstehen um sechs Uhr (die spinnen die Niederbayern); dann sofort raus zum Frühsport in den Garten (egal ob es regenet oder windet oder so – ich sagte ja die spinnen ...). Natürlich erzähle ich meinem neuen Herrchen was vom Pferd; von wegen Frühsport. Für mich heißt das – raus zum pinkeln und zum schei..., einmal ums Haus und dann rein zum brechfest oder wie die das nennen. Jedenfalls geht’s dann in die Küche und da gibt es zum Magen-Warmup mal ein Milchsüppchen, lauwarm, damit mein Magen den Ansturm von Köstlichkeiten des Tages auch gut verkraftet.

Oh je – dann muß ich ja die erste meiner übernommenen Pflichten ausführen (wie habe die das nur bisher ohne mich geschafft): Frauchen aus dem Bett schmeißen ! Also ab ins Schlafzimmer – viel wedeln und hecheln (kommt bei der Alten gut an) dann die Hand abschlecken und ein bißchen mit den Vorderpfoten auf das Bett und ein frisches “Guten Morgen“ geschleckt und genagt. Nachdem ich diese erste Tagespflicht bisher täglich erfolgreich erfüllt habe, geht’s ab in die Küche, dann, nachdem ich dieses Babyzeug (schmeckt übrigens immer noch ganz ordentlich) vernascht habe, kommt der Hauptgang. Da gibt’s dann entweder prima Hundewurst (Muskelfleisch etc.) vom Bio-Metzger mit Reis vermischt – lecker – oder ich bekomme gekochtes Misch-Masch vom Metzger mit Reis + etwas warmen Wasser (Hmm die Soße gönn ich mir immer vorab) oder ich habe was von diesem Welpen-Trockenfutter (auch nicht schlecht dieses Fastfutt).

So – und jetzt habe ich Lust und Zeit zum Spielen (langsam kapieren die das) und was ist? Herrchen macht Frühstück für die Menschen, Frauchen verschwindet in diesem übel nach Seife und Parfum riechenden Zimmer mit den vielen Naßmach-Möglichkeiten und  i c h ? Ich stehe mit meinen diversen, ausgeklügelten Welpen (Junghund) Spielzeug im Haus rum, biete dieses und jenes Spiel an und, was erhalte ich – ein kurzes Werfen da, ein kurzes am Handtuch ziehen dort, eine Kauknochenjagd hier eine Hand-Knabberorgie mit Herrchen dort. Also als ob das Frühstück für Herrchen und Frauchen so wichtig wäre. Gut zwischendrin laß ich Herrchen schon arbeiten. Der guckt mich dann immer so böse an und erzählt mir was wie „spiel doch mit Dir selbst mal!“ Von wegen, daß lassen wir erst gar nicht einreißen. Für was hat man denn diese Menschen zur Verfügung gestellt bekommen – oder ?

Ok – nach diesem ominösen Frühstück von F. + H. (Ihr wißt wen ich meine) fährt F. in eine Schule mit Kindern hat sie mir erzählt (wer will das wissen?) Gut – nun habe ich H. voll zu meiner Verfügung – denkste. Der rennt mit mir nochmals in den Garten (wie gesagt egal bei welchem Wetter – schlimm!) und schmeißt mir Bälle, Stöckchen und sonstigen Blödsinn (der aber eminenten Spaß macht) und bringt mich tatsächlich zum schnaufen. Dann, plötzlich dreht der sich um, geht ins Haus, ich ärgerlich und zum weiteren Spiel auffordernd hinterher. Da spinnt der irgendwie – I C H  - bestimme wann das Spiel beendet ist – oder? Auf alle Fälle habe ich ja meinen Korb im Büro von H. und nachdem dieser Ignorant total immun gegen Winseln, freundliches Wedeln und intensivste hypnotische Blicke ist, denke ich es ist an der Zeit mal über dies und das im Schlafe nachzudenken; H. arbeitet dann. Er hat immer so einen Plastikknochen in der Hand – mit DEM spricht er übrigens die ganze Zeit das muß ich hier schon mal sagen. Oder er sitzt von so einer Leuchtröhre und hämmert auf so einem buckeligen Brett herum. Na wenn er meint das daß schöner ist als im Garten toben – der wird’s schon noch lernen wie ich mich kenne.
Wir mach übrigens auch dienstliche Ausflüge nach Eggenfelden (8 km entfernt) und da läßt mich H. dann auch schon mal 10 – 15 Minuten im Auto liegen damit ich dieses stinkende Eisentrum bewache glaube ich. Die Leute die da vorbeigehen haben immer dieses blöde Grinsen im Gesicht wenn sie beim Fenster reingucken und sprechen wieder in dieser merkwürdigen Babysprache. Ich lege mich dann einfach hin und überlege mir wie ich dieses Eisenteil auf Rädern am besten verteidige und – prompt – schlafe ich doch glatt ein. Dann sitzt plötzlich das H. neben mir, krault mich und sagt sowas wie : „So ein braver Hund, kein winseln, keine Angst – gut geschlafen?“
Phhh – von wegen gut geschlafen – nachgedacht – nachgedacht habe ich und, zugegeben etwas dabei meine Sinne entspannt ist das vielleicht nicht erlaubt?
Dann erzählt mir H. immer ich würde im Schlaf zittern; auch würde ich nachdem ich mit den Katzen   (mit den arokanden (oder schreibt man das anders?) Zeitgenossen klabbt das schon ein bißchen besser – auf Entfernung – na ja die müssen eben noch lernen) Kontakt hatte obwohl es nicht kalt ist. Hast Du da eine Erklärung sind das die Nerven? Sind das meine Gene oder ist das nicht normal? Gib mir doch bitte mal Bescheid was da mit mir los ist – ok!
Gut – die Mahlzeiten natürlich nicht zu verachten. Nach dem Brechfast gibt’s dann nach dem Spielen noch nen Hundkuchen. Dann um Elvurdreissig gibt’s die zweite Hauptmahlzeit; um sechzenur dann die dritte. Zwischendrin und abends natürlich immer ein bißchen was zu knabbern und so; paßt ganz gut denke ich. Man merkts ja am Schei... und an meiner bositiefen Gewichtsentwicklung.
Abends liege ich dann mit F.+H. auf der Couch im Wohnzimmer. Nicht einfach so – ne ne ich habe natürlich, meiner Position als Entwicklungshelfer in Sachen Canin meine eigene Decke auf die H.+F. nur zum Zwecke des Streichelns dürfen; aber dann gerne. Die haben schon eine ausgefeilte Schmeichel- und Streichelkultur also da bin ich schon sehr zufrieden.

Gut und dann geht’s mit H. in sein Zimmer; er ins Bett ich ins Bett (in mein eigenes – ein Mensch kommt mir nicht ins Bett – you undertänd?) und dann beginnt H. zu schnarchen – na ja – wirkt ganz schön beruhigend auf mich. F.+H. sagen übrigens ich würde auch schnarchen – na und – wen interessiert das – mich doch wirklich nicht !

also für heute wieder genug from Lower Bavaria
die besten Grüße von Eurem Cyrill-Victor
und von meinen niederbayerischen Frauchen und Herrchen
(kann man zu diesem Typen, bei der Statur ..chen sagen?)
soll ich Euch auch wieder grüßen –
grüßt mir noch meine nähere und weitere Verwandtschaft

P.S.: Sagt meiner Mami – der Sohn ist wirklich sehr gut geraten ! Überraschenderweise, dies habe ich bei einer meiner Meditationen festgestellt, vermisse ich Euch alle gar nicht so sehr wie ich ursprünglich befürchtet hatte (wieder gut ausgedrückt gelle -  ok - ein bißchen vermisse ich Euch immer – so ne tolle Familie muß man ja auch positiv geprägt im Gedächtnis bewahren - versteht sich !)

 

  • Aus Cyrills Leben als Victor von Niederbayern


An: Helga und Hannes Hertzsch
 Tessa und die Pinscherfamily in Neuenmarkt                                                                                        Seite 1 von 1

Von: Cyrill (Victor v.Ndb.)
Lisa Jauch und Philipp O. Köll
Unterdietfurt                                                                                                                                            Unterdietfurt, den 23.12.1998


Hallo Ihr Lieben,
heute sende ich Euch mal meine erste Weihnachtsgrußkarte, Ja, ja die Zeit vergeht; kaum hat er noch in der Küche seine Milch geschlabbert, schon ist er in Niederbayern und schreibt uns Telefaxe.
Man hält mich hier übrigens für frühreif. Nur weil ich bei der Welpenschule immer hinter der einen oder anderen Hundetussi her bin und das Bein in Anwesenheit von „erwachsenen Rüden“ hebe; das wäre ganz schön frech sagt da die Ausbilderin und ich wäre ein Alphatier und ziemlich gescheit. Das mit dem Alpha ist sicher ne Beleidigung aber das mit - gescheit - ist leicht  untertrieben.

Die kennen hier alle keine Pinscher. Ich sollte eine Unterwürfigkeitshaltung gegenüber großen Rüden einnehmen – päh – wieso – hab ich genetisch und überhaupt nicht mit bekommen. Das wäre besser für mich meinen die, weil ich dann nicht Probleme mit den Großen bekommen würde – ehrlich gesagt – was für Probleme meinen die? Mir macht das einen Riesenspaß wenn mich die Grufties so an den Zaun quetschen und dann nicht wissen was sie noch drauflegen sollen; hä , dann geh ich eben hin und schau dem Typ tief in die Augen und dann hat der Frust – gelle !

Diese Woche habe ich meine letzten Kinderzähne (von wegen Kinder) entsorgt. Die Neuen sind schon gut auf dem Weg.; blutet noch ab und zu aber muß wohl sein. Frauchen sagt: Mundgeruch macht einsam – was soll der Quatsch? Frühreif – na besser früh als gar nicht denk ich mir da. Gewichtsmäßig bin ich momentan bei ca. 15 kg; mein Gehör läßt laut Herrchens Sprachgebaren zu wünschen übrig (kommt vielleicht mit der Spätreife erst so richtig zur Geltung). Das Klappern meines Futternapfes höre ich allerdings hervorragend also verstehe ich die Sache von Herrchen nicht so recht. Ist wohl mehr so eine Metapher für irgendwas. Ok – für heute wieder genug; das wird ja echt stressig hier – macht’s gut ich denk an Euch; Schwesterchen schmeiß für mich mal ‚‘nen Gedächtnisknochen ein und ansonsten Ihr Pinschergang – so long – bis die Tage und viel Spaß.

also für heute wieder genug from Lower Bavaria
die besten Grüße von Eurem Cyrill-Victor
und von meinen niederbayerischen Frauchen und Herrchen

 

 Aus Cyrills Leben als Victor von Niederbayern


An: Helga und Hannes Hertzsch
Tessa und die Pinschefamily in Neuenmarkt                               

Von: Cyrill (Victor v.Ndb.)
Lisa Jauch und Philipp O. Köll                        
                                                                            Unterdietfurt, den 09.08.1999

Hallo ihr Lieben Neumarkter,

herzlichen Glückwünsch zu Tessas Oktet. Da wird aber wieder was los sein bei den Hertzschens. Wenn Sie zu all den Besitzern der Hunde Kontakt halten dann wird das ja mittlerweile ein Ganztagesjob E-Wurf x 8 = mittlerweile so an die vierzig Dufficos-Nachfahrenbesitzer.

Natürlich auch die besten Glückwünsche von unserem Victor-Cyrill. Hat jetzt die Nähte „Wolfskralle“ gezogen bekommen und pflegt und pflegt und pflegt ... die schwere Verletzung (Pinscher von Beruf). Er wiegt momentan 16,5 kg, verfügt über  jede Menge Lebensfreude, ein glänzendes Fell, ist nach wie vor 48, .. cm hoch und ist der Hundetraum aller ihn zu Gesicht bekommenden Frauen (... Ach ist der schön; ach ist der süß; ach ist der ...) von wegen:

Wir wissen – Pinscher sind zwar all das aber noch entschieden mehr – nämlich stark im Wesensausdruck und der Ausprägung individueller Lebensformen die mit den Vorstellungen des Rudelführers evtl. nicht übereinstimmen und über die man doch mal reden sollte!

Konsequentes Durchsetzen der Anweisungen ist absolutes MUSS bei einem Pinscher. Die Menschenkenntnis und die „Lochfindung“ einer undefiniert, nicht ernst gemeinten Anweisung wird als „zu überdenkende Empfehlung gewertet“; im weiteren Verlauf gibt es dann nur noch Empfehlungen.

Schade, schade das Victor all das zwar im Kopfe hätte, jedoch nicht so leger leben kann (.. .diese Niederbayern sind noch sturer als Pinscher !). Wir haben mit Victor Cyrill eine sehr gute Beziehung aufgebaut. Ein starker, intelligenter, lebensfroher, manchmal vorwitziger Pinscherrüde mit sehr viel  Charme und Wesensfestigkeit kann ja nur ein guter Partner werden.

Wohl dem der einen Rüden aus Duffyco’s Familie sein Eigen nennen kann – also liebe Familie Hertzsch – viel Glück im Welpenbett, viel Freude und Gesundheit wünschen Ihnen

also für heute wieder genug from Lower Bavaria
die besten Grüße von Eurem Cyrill-Victor
und von meinen niederbayerischen Frauchen und Herrchen

Sollte Interesse an weiteren Geschichten meines Lebens bestehen - könnte ich vielleicht noch ein paar Briefe finden !
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